25.10.2010
2. Platz beim Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“

Beim Wettbewerb „Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010“ hat die Stadt Frankfurt in der Klasse über 100.000 Einwohner den zweiten Platz belegt. Am Montag dem 25.10 nahmen Umweltdezernentin Manuela Rottmann, Mathias Linder, Leiter des Energiemanagements im Hochbauamt, und Werner Neumann, Leiter des Energiereferats, die Auszeichnung, die von der Deutsche Umwelthilfe vergeben wird, in Berlin entgegen.
Unter 20 Großstädten, die sich um den Titel der Bundeshauptstadt im Klimaschutz bewarben, schnitt nur Freiburg i.Brsg. besser ab. Im vorigen Wettbewerb 2006 hatte Frankfurt noch den 6. Platz belegt.
Die Jury würdige vor allem Frankfurts „Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen“, die zur Reduzierung des Energiebedarfs in Neubauten und im Altbaubestand beitragen. Da die Leitlinien von der Planung bis zum möglichen Rückbau alle Lebenszyklen eines Gebäudes berücksichtigen, können die Kosten über die gesamte Nutzungszeit eines Gebäudes minimiert werden. Davon profitieren die kommunalen Kassen und das Klima.
„Mit den ständig aktualisierten Leitlinien ist Frankfurt seiner Zeit voraus“ so die Meinung der Jury, denn seit 2007 dürfen öffentliche Bauten nur noch im Passivhaus-Standard errichtet werden. Damit erfüllt die Stadt Frankfurt bei ihren Schulen, Kindertagesstätten und Verwaltungsgebäuden heute schon die europäischen Standards für 2019. Und über ihre Wohnungsgesellschaften, welche die Passivbauweise mit Bürgersolaranlagen und Blockheizkraftwerken kombinieren, gibt sie ein Vorbild für private Bauherrn.
Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit überzeugte die Stadt Frankfurt. Als „beispielhaft“ beizeichneten die Laudatoren die Kampagne Frankfurt spart Strom, bei der private Haushalte eine Prämie für mindestens 10 Prozent Stromeinsparung erhalten. Begleitet wird die Aktionen von Infoständen, Glühbirnentausch-Aktionen und einer Abwrackprämie für alte Kühlschranke. In zwei Mitmach-Ausstellungen über klimafreundliche Ernährung und Unterhaltungselektronik sensibilisiert die Stadt Bürger für Stromeffizienz und Klimaschutz.
